Ferdinand Ries (1784-1838) ist das bekannteste Mitglied einer Bonner Musikerfamilie. Bei seinem Vater Franz Anton Ries erhielt er Klavier- und Violinunterricht, und bereits im Alter von 5 Jahren lernte er bei B. H. Romberg Violoncello. Sein Weg führte ihn über Augsburg und München, wo er bei Peter von Winter studierte, nach Wien. Dort wurde er von Ludwig van Beethoven gefördert, der bei Ferdinand Ries’ Vater in Bonn gelernt hatte. Bei Beethoven (Klavier) und Albrechtsberger (Komposition) ergänzte er seine Studien. Gemeinsam mit Beethovens Jugendfreund Franz Gerhard Wegeler (1769-1848) verfasste er die »Biographischen Notizen über Ludwig van Beethoven«. Er hinterließ ein umfangreiches Oeuvre. Es umfasst 186 mit Opus-Nummer sowie circa 100 alsWerke ohne Opus-Nummer gezählte Kompositionen aus allen seinerzeit gängigen Gattungen, darunter besonders zahlreich Klaviermusik, aber auch Kammermusik, acht Sinfonien, Instrumentalkonzerte, Opern (im Stil Beethovens), sowie geistliche und weltliche Vokalmusik.